Shopping Cart

Windows 11: PC nicht geeignet – was tun?

Im ersten Moment ein Schreck, wenn Sie lesen “Windows 11 kann auf diesem PC nicht ausgeführt werden”. Dabei verrät Ihnen die Integritätsprüfung nicht einmal, wo genau das Problem überhaupt liegt. Sie sind übrigens nicht alleine – fast jeder aktuelle Computer erhält diese Nachricht. Und genau hier verbirgt sich die Lösung.

Wieso ist mein PC nicht mit Windows 11 kompatibel?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Ihr Computer von Microsoft als “nicht kompatibel” eingestuft wird. Diese Gründe haben alle mit der Hardware Ihres Computers zu tun. Welche Voraussetzungen Ihr PC für Windows 11 erfüllen muss, lesen Sie hier.

Das Grundproblem liegt in der Hardware. Die Integritätsprüfung will erkannt haben, dass Ihre Computerteile nicht gut genug sind, um Windows 11 stabil laufen zu lassen. Bei manchen Teilen kann dies sogar stimmen, denn das neue Betriebssystem läuft beispielsweise nur auf 64-Bit-Prozessoren. Wenn Sie einen 32-Bit-Prozessor haben, müssten Sie diesen erneuern. Auf den meisten Standrechner ist 64-Bit aber inzwischen der Standard. Mit welchem Prozessor Ihr Windows läuft, erfahren Sie über die System-Info:

Außerdem haben viele Systeme kein Secure Boost aktiviert. Dies hatte früher zu Systemfehlern oder Sicherheitslücken geführt, weswegen es werksseitig von vielen Prozessor-Herstellern ausgeschaltet wurde. Über wenige Klicks können Sie es aber selber einschalten. Wie Sie Secure Boost unter Windows aktivieren, erklären wir Ihnen hier.
Ein anderes Problem liegt zwar im Bereich Hardware, aber gar nicht an der Hardware selbst. Bei der Prüfung werden Ihre Hardware-Komponenten mit einer Datenbank an kompatibler Hardware verglichen. Allerdings hat Microsoft für Intel-Prozessoren nur die Modelle ab 2017, also ab Intel Coffee Lake iX-8XXX, genannt. Ältere Intel-Prozessoren sind laut der Datenbank nicht kompatibel, das stimmt aber nicht zwingend.

Leider ist die Microsoft-eigene Integritätsprüfung nicht besonders genau. Ihnen wird lediglich mitgeteilt, ob Ihr System kompatibel ist oder eben nicht. Eine gute Alternative stellt das Programm WhyNotWin11 dar, das Ihnen ganz genau angibt, an welchen Hardware-Schwachstellen die Kompatibilität Ihres Computer hapert. Die Software wird regelmäßig geupdatet, wenn neue Details über die Systemanforderungen von Windows 11 bekannt werden.

Hinweis: Vermutlich erhalten Sie beim ersten Start die Warnmeldung “Der Computer wurde durch Windows geschützt“. Denn der Windows Defender sieht diese Software als Bedrohung. Das ist sie aber nicht, sie ist absolut harmlos. Vermutlich sperrt sich Windows, weil das Programm sensible Systeminformationen auslesen möchte. Das ist nicht weiter schlimm, denn Sie müssen in diesem Fenster einfach nur auf “Weitere Informationen” und dann auf “Trotzdem ausführen” klicken. Dann erhalten Sie eine wesentlich genauere Integritätsprüfung.

Über die Software “WhyNotWin11” erhalten Sie eine detaillierte Aufstellung, warum das neue Betriebssystem auf Ihrem Computer nach dem aktuellen Stand nicht funktionieren könnte.

Wie kann ich Windows 11 für meinen Computer erhalten?

Wenn Ihr Computer laut Microsoft nicht für Windows 11 geeignet ist, erhalten Sie aber dennoch bis zum 14. Oktober 2025 weiterhin Sicherheitsupdates. Das erste solcher Updates ist das 21H2-Update, welches anstelle des Windows-11-Upgrades angeboten werden wird. Es gibt aber einige Möglichkeiten, wie Sie für Ihr aktuelles Gerät vielleicht doch noch ein Upgrade erhalten können.

Zuerst sollten Sie die oben-beschriebene Software “WhyNotWin11” verwenden. Diese kann Ihnen mitteilen, wo möglicherweise ein Problem mit der Hardware besteht. Ein erster Schritt in Richtung Windows 11 wäre also eine Erneuerung der Hardware. Aber keine Sorge: Sie müssen sich jetzt keinen komplett neuen Computer kaufen. Das Programm erklärt Ihnen, mit welchem Teil der Hardware das neue Betriebssystem von Microsoft nicht kompatibel ist oder sein könnte. Sie müssten dann lediglich diesen einen Bestandteil austauschen – oder vom Fachmann austauschen lassen.

Außerdem gibt es noch weitere Tricks, wie Sie auf einem inkompatiblen Gerät Windows 11 installieren können. Aber Achtung: Die folgenden Tipps sollten Sie nur auf einem Privatgerät verwenden, welches Sie im schlimmsten Fall entbehren können. Das heißt: Ein Datenbackup auf ein externes Speichermedium ist unumgänglich! Wie Sie ein Backup unter Windows erstellen, erfahren Sie hier. Auf einem Firmen- oder Arbeitsrechner sollten Sie die Tricks übrigens nicht anwenden, da es im schlimmsten Fall zu einer Hardware-Überlastung mit irreparablen Schäden kommen kann.

Prüfung der Systemanforderungen deaktivieren

Windows prüft selbstständig, ob Ihr Computer für ein Upgrade auf Windows 11 infrage kommt. Wenn dies nicht der Fall ist, erhalten Sie ein Update für Windows 10. Das Windows-11-Upgrade ist mit einem Trick aber dennoch möglich, indem Sie die Prüfung der Systemanforderungen umgehen:

  1. Drücken Sie die Tasten [Windows] + [R], um das Ausführen-Fenster zu öffnen. Geben Sie hier “regedit” ein und bestätigen Sie mit [Enter].
  2. Rufen Sie “HKEY_LOCAL_MACHINE” und dann “SYSTEM” auf. Klicken Sie dort mit der rechten Maustaste auf “Setup“.
  3. Wählen Sie dann “Neu” und anschließend “Schlüssel” aus. Hier geben Sie “LabConfig” ein und bestätigen die Eingabe.
  4. Anschließend klicken Sie mit rechts auf “LabConfig“, wählen “Neu” und dann “DWORD (32-bit)” aus. Geben Sie dann “BypasstTPMCheck“, bestätigen Sie zweimal mit [Enter] und setzen Sie den Wert dann auf 1. Bestätigen Sie mit “OK“.
  5. Führen Sie den letzten Schritt auch für die Eingaben “BypassRAMCheck“, “BypassSecureBootCheck“, “BypassStorageCheck” und “BypassCPUCheck“.
  6. Mit etwas Glück können Sie Windows 11 nun installieren, da die interne Prüfung keine Probleme mit der Kompatibilität ausgibt – sie ist nun schließlich ausgeschaltet.

Windows 11 über ISO-Datei installieren

Sobald Windows 11 auf dem Markt ist, könnten Sie auch versuchen, das Betriebssystem über eine ISO-Datei zu installieren. Diese gibt es aber noch nicht. ACHTUNG: Alle ISO-Dateien, die momentan von Windows 11 im Umlauf sind, sind Fälschungen, die Schadsoftware enthalten.

Mehr zum Thema:

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.