Shopping Cart

Macbook-Bildschirm bleibt schwarz – was tun?

Für viele Anwender ist ein Macbook von Apple ein absolutes Traumgerät. Kein Wunder: Die Geräte sind robust, langlebig und besitzen leistungsstarke und ausdauernde Akkus, die auch nach vielen Jahren noch gut sind. Auch leistungsseitig ist ein Macbook – selbst in der kleinsten Ausführung – dank des perfekt abgestimmten macOS-Betriebssystems jederzeit flott genug für Alltagsaufgaben. Allerdings sind auch Macbooks nicht gegen Fehler gefeit. Manchmal bleibt einfach der Bildschirm schwarz. Wir helfen bei der Fehlersuche.

Bevor Sie loslegen…

In vielen Fällen ist ein schwarzer Bildschirm beim Macbook schlicht die Folge eines Bedienfehlers. Grundsätzlich kann aber auch ein Softwarefehler vorliegen. Schlimmstenfalls ist die Hardware nicht in Ordnung, etwa wegen eines Kabelbruchs oder wegen einer durchgebrannten Grafikkarte. Von daher sollten Sie die Fehlersuche nach einem Schema durchführen, das sich langsam vom einfachsten zum komplexesten möglichen Problem bewegt.

    1. Fahren Sie das Macbook (Pro) herunter
    1. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Macbook Pro nur einen schwarzen Bildschirm anzeigt, sollten Sie das Gerät zunächst herunterfahren. Bei älteren Macbook-Modellen ohne Touch Bar, etwa dem Macbook Air, dem kleinen Pro oder dem 12-Zoll-Macbook, können Sie einfach die Einschalttaste gedrückt halten. Der Rechner schaltet sich dadurch ab.
    1. Auf Macbooks mit Touch Bar ist die Vorgehensweise identisch: Halten Sie den Touchbar-Einschaltknopf (ganz rechts auf der Leiste) gedrückt, bis das Gerät aus geht.
    1. Probleme mit Stromversorgung ausschließen
    1. Schließen Sie das Macbook an sein Netzteil an. Nehmen Sie auf jeden Fall das zum Modell passende Original-Netzteil: Gerade bei Macbooks mit Thunderbolt-3/USB-C-Ladefunktion kann schlicht die Stromversorgung die Ursache sein. Lassen Sie das Gerät eine Weile am Strom und versuchen Sie dann, es einzuschalten. Bleibt der Bildschirm weiterhin schwarz, sollten Sie das Macbook zunächst in eine dunkle Umgebung bringen und prüfen, ob Tastatur und Bildschirm leuchten. Dann können Sie weitere Schritte unternehmen.
    1. Monitore und Hardware als Fehlerquelle ausschließen
    1. Falls Sie das Macbook (Pro) an externen Geräten angeschlossen haben, sollten Sie diese jetzt trennen: Schalten Sie das Book ab (Schritt 1) und ziehen Sie alle Stecker außer der Stromversorgung ab. Gerade Modelle, die nur noch Thunderbolt-3 oder USB-C haben, könnten bei Peripherie-Geräten glauben, sie hingen an einem externen Bildschirm – und zeigen deshalb kein Bild auf dem internen Monitor. Verwenden Sie keine Hubs, Bildschirme oder ähnliches, sondern ausschließlich die Stromversorgung über das mitgelieferte Netzteil. Schalten Sie das Macbook nun ein. Bleibt der Bildschirm weiterhin schwarz, müssen Sie weiter suchen.
    1. PRAM- und SMC-Reset durchführen
    1. In manchen Fällen ist die Ursache für eine fehlende Anzeige ein falscher Wert in den tief liegenden Systemspeichern des Macbooks. Der sogenannte Parameter-RAM („PRAM“) und der System-Management-Controller („SMC“) greifen noch vor dem dem Betriebssystem-Start. Setzen Sie den PRAM zurück, indem Sie beim Einschalten die Tasten [CMD] + [Option] + [P] + [R] gedrückt halten, bis das Macbook einmal neu startet.
    1. Gibt es immer noch keine Anzeige? Dann sollten Sie es mit dem SMC-Reset versuchen. Dieser wird auf aktuellen Mac-Notebooks folgendermaßen durchgeführt: Halten Sie am ausgeschalteten Rechner die Tasten [Shift] + [Ctrl] + [Option] sowie den Ein-Ausschalter 10 Sekunden lang gedrückt. Bei Geräten mit Touch Bar ist die Touch-ID der Ein-/Ausschalter. Lassen sie anschließend alle vier Tasten los und schalten Sie das Macbook wieder ein. Im Idealfall klappt jetzt wieder alles.
    1. Treiber-Problem ausschließen
    1. Bleibt der Bildschirm weiterhin schwarz, könnte ein Treiber-Problem vorliegen. Um dieses festzustellen, müssen Sie in einen möglichst tiefen Betriebsmodus des macOS-Systems booten, den sogenannten Single-User-Mode. Dieser entspricht dem abgesicherten Modus eines Windows-Systems: Schalten Sie den Mac zunächst aus und anschließend wieder ein. Halten Sie dabei die Tasten [cmd] + [S] gedrückt. Sie sollten jetzt eine Kommandozeile sehen.
    1. Falls dem so ist, liegt es vermutlich an einem Treiber. In diesem Fall müssen Sie Ihr Macbook erneut neu starten und mit [cmd] + [R] die Recovery-Umgebung aufrufen. Hier können Sie macOS neu über die vorhandene Installation installieren. Alle Daten bleiben dabei erhalten, allerdings werden problematische Systemerweiterungen dabei stillgelegt.
    1. Hardware-Probleme eingrenzen
    1. Falls Sie auch im Single-User-Mode kein Bild sehen, deutet vieles auf ein Hardware-Problem hin. Das Macbook muss wahrscheinlich in die Reparatur. Allerdings sollten Sie zuvor testen, wo genau das Problem liegen könnte. Falls Sie einen externen Monitor zur Hand haben, sollten Sie diesen am abgeschalteten Macbook anschließen und einschalten. Stellen Sie sicher, dass der Monitor auf den richtigen Anschluss eingestellt ist. Starten Sie anschließend das Macbook. Falls es auf dem externen Monitor normal startet, haben Sie ein Hardware-Problem eingegrenzt: Die Grafikkarte ist offensichtlich in Ordnung, aber die Verbindung zwischen ihr und dem internen Bildschirm ist gestört. Möglicherweise liegt ein Kabelbruch vor. Oder der Bildschirm selbst ist defekt. Falls es so klappt, können Sie zumindest einige Daten retten, bevor Sie das Macbook in die Reparatur geben.
    1. Auch der externe Bildschirm am Macbook bleibt schwarz
  1. Falls auch der externe Bildschirm schwarz bleibt, liegt offenbar ein größeres Problem vor. Höchstwahrscheinlich hat Ihr Macbook einen größeren Hardware-Schaden, der entweder die Grafikkarte – und damit die Hauptplatine, das sogenannte Logic-Board – betrifft. Allerdings sollten Sie das noch einmal gegenchecken, denn vielleicht spinnt auch nur einer der Grafik- oder USB-C/Thunderbolt-Anschlüsse. Probieren Sie den Bildschirm also ruhig an allen Ports aus. Vergessen Sie dabei nicht, das Macbook zwischen dem Umstecken herunter zu fahren, um diese Fehlerquelle auszuschließen.

Wenn alles nichts hilft…

Leider sind mit diesen Maßnahmen die Möglichkeiten zur Selbstdiagnose erschöpft. Falls Sie mit keiner der Lösungen Erfolg haben, liegt wahrscheinlich ein schwerer Defekt vor und das Macbook muss in die Reparatur. Bringen Sie es in diesem Fall zum Apple-Servicepartner Ihres Vertrauens, er wird den Fehler noch einmal analysieren, gegebenenfalls noch weitere Lösungen finden und Ihnen schlimmstenfalls sagen, was die Behebung des Schadens kosten wird.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Grundsätzlich ist kein Macbook – wie übrigens generell kein Mac – gegen solche Ausfälle gefeit. Wenn Sie also auf Nummer sicher gehen wollen, müssen Sie immer dafür sorgen, dass Sie ein aktuelles Time-Machine-Backup, am besten auf einer externen Festplatte mit USB-Anschluss, zur Hand haben. Damit können Sie ein Austauschgerät oder ein bei der Reparatur möglicherweise gelöschtes Macbook jederzeit wiederherstellen. Der Hardware-Schaden mag schlimm sein, der Verlust wertvoller Daten wiegt jedoch deutlich schwerer. Daher sollten Sie jederzeit dagegen gewappnet sein, zumal es Sie auch vor Diebstählen und anderen Hardware-Schäden wie Festplatten-Ausfälle schützt. Wie Sie ein Time-Machine-Backup Ihres Macs erstellen, erklären wir Ihnen in dieser Anleitung.

Mehr zum Thema:

Quelle

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.